Häuser

Wasserflaschen, Getränkekartons, Snackpackungen. Aber vor allem Plastiktüten, überall liegen Plastiktüten. Die Feldern sind gesprenkelt mit weißen Plastiktüten, die der dunkelbraunen Erde untergepflügt sind. Das ganze Land ist bedeckt von einer Schicht Plastik.

Sie ist auf dem Weg nach Hause. Das sagt jedenfalls die Mutter: Wann kommst Du nach Hause? Dieses Zuhause fühlt sich an wie eine andere Welt und sie fühlt sich abgeschnitten und orientierungslos. Wenn ihre Mutter „zu Hause“ sagt, so hat sie jedes Mal ein schlechtes Gewissen. Sie weiß nicht mehr, ob ihre Mutter ihr wirklich einen Vorwurf macht („Ich sehe dich nie. Du lässt mich allein.“) oder ob sie
danach, in einem vorwurfsvollen Ton, den vielleicht nur sie allein hört. Als ob sie von unsichtbaren Krakenarmen in einen tiefen Strudel gezogen wird, dem sie nicht entkommen kann. So fühlt sie sich.

Sie fahren über die Autobahn, an Ziegelhäusern in verschiedenen Baustadien vorbei. Sie warten in der Schlange, um die Autobahngebühr zu bezahlen. Vor einem Haus hinter der Autobahnabsperrung sitzt eine Familie auf der Veranda aus blankem Beton – Mutter, Vater, Kinder, Großeltern – und essen zu Mittag. Die Mutter steht und gibt das Essen auf die Teller. Zuerst müssen alle anderen satt werden, erst dann wird sie sich hinsetzen und selbst essen. Das, was übrig bleibt. Sie fahren weiter, am Fernsehturm Avala vorbei, der seit Jahren renoviert wird, seit er 1999 von den NATO-Bomben getroffen wurde.

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Silver bells of loneliness

Franziska Kunze-Kowalski is a successful artist. She has shows in New York, Paris and Beijing. Her works are sold at the highest prices. She is still young, barely 30. She teaches at Berkeley and Berlin and can travel around the globe just on frequent flyer miles. Franziska’s problem is that she’s about to die but she doesn’t know it yet. She won’t know until it’s … Silver bells of loneliness weiterlesen

Spirit of things

Although it has largely been forgotten since disposability became the order of the day, the Japanese once had a different attitude toward their household goods. They felt guilty about throwing things away, especially utensils made by human hands. The word used for these guilt feelings, ushirometasa, literally means feeling someone’s gaze behind one’s back. One has done something improper; anyone secretly watching would surely disapprove. … Spirit of things weiterlesen